QuerdenkerInnen & AndersmacherInnen zu Gast in der Auszeit

Diesmal im Fokus: MANUEL GRASSLER 

Manuel Grassler hat langjährige Erfahrung in Strategie-Entwicklung und Problem-Lösung ist zertifizierter Lego® Serious Play® Moderator. Er ist Experte für neue Denkmuster, Ideen und Perspektiven und Gründer von Visionenbauen, Innovation Catalyst und Design Thinker bei Haufe-umantis sowie Co-Founder der Design Thinkers Austria.

Als Stratege und Ideengeber erkannte er früh, wie schwer es Organisationen und Menschen fällt, bestehende Denkmuster zu durchbrechen und Herausforderungen aus neuen Perspektiven zu betrachten. In den immer komplexer werdenden Märkten und Umfeldern werden jene Organisationen erfolgreich sein, die es schaffen, eine klare und gemeinsame Vision zu entwickeln und zu leben. Gerade aber diese steigende Komplexität stellt immer neue Herausforderungen – denen mit herkömmlichen Herangehensweisen schwer bei zu kommen ist. Kreativität, Kollaboration, Empathie und klare Kommunikation sind notwendig, um neue und tiefe Einsichten zu gewinnen.

Manuel verbindet ganzheitliche, oft kontroverse Denkmuster und versteht sich als Grenzgänger zwischen kreativen Business- und analytischen Designansätzen. Er sucht ständig nach neuen Erfahrungen und Inspirationen, die er den Menschen in seinem Umfeld nur bereitwillig weitergibt, ob sie wollen oder auch nicht.

Neue Arbeit braucht neues Spiel

Manuel Grassler über das Spiel als Form des Lernens und über die Möglichkeiten und Potenziale spielerischer Zugänge in Organisationen.

Spielen ist die natrlichste Form des Lernens.

Wenn Kinder zur Welt kommen, kommen sie in eine Welt die nicht für sie gemacht ist – durch das Spielen geben sie dieser Welt ihren Sinn. Wir als Erwachsene leben in einer sich verändernden, digitalisierten Welt und können durch Spielen diesen Veränderungen Sinn geben und neue Gestaltungsmöglichkeiten für uns entwickeln.

Vieles um uns herum ändert sich und wird sich in Zukunft noch schneller verändern. Unser bestehendes Erfahrungswissen bereitet uns nur bedingt darauf vor die Veränderungen anzunehmen oder sie aktiv zu gestalten. Diese Veränderungen können durchaus Ängste und Sorgen triggern oder aber auch Freude und Zuversicht.

Das zwingt uns, Optionen zu finden wie wir unsere Zukunft gestalten können. Sei es gesellschaftlich, privat oder in der Arbeit.

Spielen ist die natürlichste Form des Lernen. 

Spielen verbindet Neugierde, positive Emotionen, Experimentierfreude und Vorstellungskraft auf freiwilliger Basis, um die Welt zu erfahren und sie uns sowie uns ihr anzupassen. Spielerische Veränderung also.

Neugierde und Experimentierfreudigkeit sind notwendig, wenn wir verstehen wollen, was gerade passiert. Kreativität und Vorstellungskraft benötigen war dann, wenn wir aus diesem Verständnis heraus neue Lösungen finden und schaffen wollen.

Genau diese Qualitäten lasse ich auch in meine tägliche Arbeit einfließen.

Über spielerische Settings, sei es im Lego® Serious Play®, in Vorträgen, in Service Design Prozessen oder in einfachen zwischenmenschlichen Situationen, lernen wir gemeinsam, bauen eine enge Beziehungen zu Menschen und unserer Umgebung auf und rüsten uns so für die Realtität der Arbeit.

Wir bauen damit Hürden ab und Beziehungen auf, achten nicht mehr auf Fehler, sondern finden diese sogar spannend, nutzen Spaß, Humor und manchmal auch Provokation im respektvollen Miteinander. Damit öffnen wir unsere Sichtweisen, erarbeiten ein neues Selbstverständnis und entwickeln daraus eine Energie, mit der wir die Veränderungen aktiv anpacken können. Und genau diese Energie benötigen wir, wenn wir die Arbeit der Zukunft gestalten wollen.

Ein Ablauf spielerischen Lernens

Das Wort Spiel oder besser das englische Play kann auf das keltische Wort dlegh zurückgeführt werden und bedeutet soviel wie „sich auf etwas einlassen“.

Der spielerische Ablauf erklärt sich für mich in folgenden Phasen:

  • Eintauchen: Wir tauchen in neue reale oder imaginäre Welten ein, seien es neue Themen, Kulturen, Orte oder Gedanken.
  • Erleben: Nachdem wir eingetaucht sind, können wir diese Bereiche aktiv erleben und generieren daraus neue Erfahrungen und Erkenntnisse.
  • Erforschen: Durch das Erleben wird Neugierde gefördert und wir beginnen Zusammenhänge zu erforschen, Möglichkeiten zu sehen und Ideen zu generieren. Damit steigern wir aktiv unsere Vorstellungskraft über Wirkunsgweisen und zur Frage: Was wäre wenn, …
  • Experimentieren: Ein Teil des Erforschens beinhaltet das Ausprobieren, also das aktive Handeln. Wir experimentieren, um die neuen Erkenntnisse und Ideen zu überprüfen, spielen, lassen Fehler zu und lernen daraus.
  • Entwickeln: Ganz ohne es zu merken, haben wir uns selbst weiter entwickelt – sind gewachsen. Wir haben neue Welten kennengelernt, neue Erkenntnisse generiert, Dinge ausprobiert und sind so zu einem besseren Selbst gelangt.

Wenn wir uns also einlassen, so können wir neue Sichtweisen und Erlebnisse erfahren und uns selbst weiter entwickeln.

Wie wir im spielerischen Miteinander Wege für die Zukunft gestalten können, werde ich euch in der AUSZEIT FÜR GUTES NEUES ARBEITEN in Wien näher bringen.

Weitere QuerdenkerInnen und AndersmacherInnen zu Gast in der Auszeit:

  • Franz Brunner, Fertigungsleiter, Umweltmanager und Ausbildungsbeauftragter von Blaha Büromöbel GmbH, ein Pionierunternehmen der Arbeit in autonomen Teams
  • Marion King, Gründerin von Les Enfants Terribles, Expertin für Neues Arbeiten und Organizational and Personal Development in a Digital World
  • Maria Vörös-Mélykuti, Finance Managerin von TELE Haase Steuergeraete Ges.m.b.H., Vorreiter in innovativem Organisationsdesign und Selbstorganistion

AUSZEIT FÜR GUTES NEUES ARBEITEN | 18.-21.10.2018

Für Inspiration, neues Wissen, neue Ideen, Konzepte und Praktiken. In der Auszeit treffen Sie auf Menschen, die Lust auf Veränderung haben und etwas bewegen wollen.

Weitere Informationen und Details gibt es hier >>>

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